Integrative Kunst- und Musikschule Lippe
Beate Schröer, Leiterin der IKM:
1996 war mein "Einstieg" in die
IKM-Pädagogik. Zunächst als Lehrkraft der Integrativen Kunst- und Musikschule
Osnabrück, dann als Außenstellenleiterin. Seit 1998 baue ich den Bereich Lippe
als Integrative Kunst- und Musikschule aus.

Inzwischen arbeite ich mit 33 Kindertages-einrichtungen zusammen, die erkannt haben, dass unser Konzept der ganzheitlichen Förderung mit Schwerpunkt in den Bereichen Kunst und Musik ihren Bildungsauftrag unterstützt und komplettiert.
Als Mutter von drei Kindern, Ehefrau und damit Familienmanagerin bin ich mir durchaus bewusst, wie wichtig es ist, Kinder - gerade in ihrer ersten großen Lernphase - in verschiedenen Bereichen zu fördern und zu fordern.
In unserer Arbeit gibt es die Schwerpunkte Musik und Kunst, aber - und das sehen wir als äußerst wichtiges Element - die Bereiche Naturwissenschaften, Sprachen, Sachkunde, Literatur, Sprachförderung, die mit Hilfe des musischen Bereichs, tanzend, singend, malend, in einer themenorientierten, fachübergreifenden Herangehensweise vermittelt werden.
Die Koordination von Körper und Sprache wird durch rhythmische Begleitung und Übung kontinuierlich gefördert. Das bedeutet konkret: Hat ein Kind Probleme mit der Hand dasselbe zu tun, was der Mund (und damit das Gehirn) vorgibt, so können wir durch rhythmische Übungen wie Klatschen, Bilder erstellen nach Musik, das Umsetzen von Musik in Bewegung, Hören und Sehen, was der/die andere macht und Umsetzen von Signalen anderer (Dirigieren) erreichen, dass dieses Kind in seinen Handlungen sicherer wird und positive Erlebnisse und Lernerfolge erzielt. Die spielerische Einübung von Transfers (Übertragung von erlerntem Wissen auf andere Gebiete) bilden einen wesentlichen, auf diese Weise erzielten Lernerfolg.
Das Kind erlebt sich in seiner Umwelt positiv und erfährt, dass Lernen Spaß macht.
Der Wunsch den Kindern dieses zu ermöglichen und die Tatsache, dass wir immer wieder viel Spaß dabei haben, zu erleben, dass Kinder in ihrem Drang, etwas zu lernen unglaublich kreativ und phantasievoll sind, sind für mich der Motor für diese "Arbeit". Ich bin der festen Überzeugung, dass Kinder, die musisch und kreativ gefördert werden, später auch zu differenzierten Problemlösungen fähig sind.